Glattnatter

Merkmale: Der Kopf der schlanken Glattnatter setzt sich nur wenig vom Körper ab und verfügt über runde Augen. Von den Nasenlöchern an zieht sich eine dunkle Binde bis zum Hals hin. Der schwarze bis braune Fleck auf der Oberseite des Kopfes erinnert an ein Hufeisen oder Herz. Dieser ist besonders bei Jungtieren sehr ausgeprägt. Die Weibchen sind meistens grau, die Männchen braun und die Körperschuppen sind ungekeilt. Die marmoriert wirkende Unterseite ist rötlichbraun bis dunkelgrau und bei Jungtieren immer orangerot. Die Zeichnungen auf dem Rücken weisen gegeneinander versetzte dunkle Flecken auf und seltener treten auch Leiterzeichnungen, zusammenhängende Längsstreifen oder kurze Querbinden auf. Glattnattern werden zwischen 60 und 70 cm lang.

Lebensraum: Die Glattnatter kommt vermehrt in Süd- und Ostösterreich vor und ist in den Flusstälern Kärntens, in der Wachau und in den Landschaften des Thermenline-Weinbaus zu beobachten. Glattnattern mögen es wenn es viele Sonn- und Versteckplätze gibt, also an Gebüschsäumen, Waldrändern, Mager- oder Trockenrasen, Abbaugebieten wie Steinbrüchen, unverfugten Stein- und Trockenmauern, Flussufern, Geröllhalden, Nahdämmen und Weingartenrändern. Da wo es viel Abwechslung zwischen offenen Stellen und stark bewachsenen Flächen gibt, fühlt sich die Glattnatter wohl. Altgrasbestände, Totholz und Steinansammlungen sowie Randbereiche an Siedlungen und Gärten ziehen die Glattnatter an.

Fortpflanzung: Ab April bis Anfang Mai ist die Winterruhe der Glattnattern beendet und sie begeben sich sofort in die Paarungszeit. Die Weibchen legen lebende Junge zur Welt die 6-15 Stück zählen können. Diese werden im Spätsommer geboren.

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