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 Betreff des Beitrags: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Sa 04 Feb, 2012 15:03 
Bartagame
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Registriert: Do 14 Aug, 2008 21:10
Beiträge: 165
Wohnort: Kürten
Hallo, ja meine Köpy Dame hat sich gehäutet. Eigentlich Perfekt außer das die vorne noch Reste hat und eventuell auf einem oder beiden Augen aber das konnte ich nicht wirklich erkennen. Habe seit knapp 6 oder 7 Jahren Reptilien und so einfall auch schon. Nicht am Kopf aber naja. Habe dann versucht die Haut mit feuchten Handtuch ab zu bekommen. Einweichen hab ich im Wasser gar nicht versucht weil sie Wasser gar nicht mag und eh nur so viel von ihr im Wasser gewesen wäre um den Rest überhalb zu halten. Naja auf gefallen ist mir das sie immer wieder das Maul leicht öffnet.
Denke sie hat Probleme mit der Atmung. Frage ist halt nur ob sie krank ist oder die alte Haut das Problem ist.
Kennt jemand noch ein Tipp außer Handtuch? Pinzette hab ich auch probiert aber dann aufgegeben.
danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Sa 04 Feb, 2012 21:10 
Moderator
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Registriert: So 30 Aug, 2009 00:30
Beiträge: 2782
Juhu, ich weiß leider keinen Tipp, aber Python & Co vllt

_________________
http://www.tierrettung-suedbaden.de
http://www.schwarzes-deutschland.eu


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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Sa 04 Feb, 2012 21:35 
Skorpion
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Registriert: So 10 Aug, 2008 14:09
Beiträge: 79
Wohnort: Zellingen
Hatte bei meinen kleinen Regius demletzt das Problem.
Hab sie für 2-3 h in ne Faunabox mit ner Lage feuchte Küchentücher und der Boden leicht noch mit Wasser bedeckt. Bis auf den Kopf hat sie sich dann selber gehäutet. Und die Hautreste am Kopf gingen dann aber auch leicht ab. Hab dazu nen Wattestäbchen genommen und immer über die Ränder gestrichen. Dann ging die Haut am Kopf in einem Stück ab inkl Augen.

Allerdings weiß ich nicht ob die Methode für deine zumutbar ist. Wenn das Maul ständig geöffnet ist, ist das ein starkes Anzeichen für Krankheit. Glaub nicht dass das was mit der Haut zu tun hat.

Hörst du auch rasselnde Atemgeräusche? Oder ist das Maul besonders schleimig?

Was es genau ist und was du dagegen machen kannst, werden dir wohl die Pythonexperten heir beantworten können. Sprich Python, etc


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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Sa 04 Feb, 2012 22:25 
Moderator
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Registriert: Mo 26 Nov, 2007 08:37
Beiträge: 3576
Wohnort: Sinntal
Mal eine kleine Anmerkung meinerseits:

Ich bin mittlerweile der Auffassung, das spontane Häutungsprobleme nicht immer die Ursache des Halters sind. Ich hatte letzt meinen Pastel Yellow Belly Zuchtbock "schälen" müssen, da er sich in Fetzen gehäutet hatte und Hals bis Kopf in der alten Haut steckte. Es war eine große Wetbox vorhanden, zusätzlich habe ich die Räckwände eingesprüht (mache ich immer)! Trotzdem dieses Ergebnis...

Daher meine ich, das manche Individuen sich einfach mal schlecht häuten. Hatte schon mal einige Häutungen übersehen, diese waren aber dennoch einwandfrei obwohl ich keine Hilfemaßnahmen eingeleitet hatte (Sprühen, Wetbox etc). Dann habe ich Tiere, da reicht schon die Wasserschale aus für eine einwandfreie Häutung, dann wieder lediglich nur etwas Sprühen, andere wiederum kann man förmlich fluten und sie häuten sich schlecht...

Das bedeutet jedoch nicht, das diese "Pflegefälle" krank sind oder sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen haben, nein sie fressen am nächsten Tag normal oder paaren sich ;-)

Eine weitere Beobachtung meinerseits sind die "üblichen Häutungsreste" (bei komplett abgestreiftem Natternhemd): Zu 90% ist immer das kleine Schwanzende (große Schuppe / Spitze) noch mit der alten Haut überzogen. Ich habe das mal beobachtet. Das Hemd lässt sich bis zur Schwanzspitze leicht abziehen, die kleinen Schuppen bilden ein kleines, zusammenhängendes Geflecht, lediglich bei der Schwanzspitze reißt das Hemd abrupt ab. Ich vermute, da diese letzte Schuppe relativ groß ist und sich schwer löst, wird dies die Ursache sein. Diese Schuppe lässt sich auch per Nachhilfe nicht immer so leicht lösen...

Weiterhin sind die Aftersporne / Kloake teilweise betroffen. Zwar wesentlich seltener wie das Schwanzende, aber doch öfter mal wieder fällig! Die Aftersporne, eine Art Knochen (sind die zurückgebildeten Hinterbeine), lassen die alte Haut wohl auch nicht so leicht abstreifen.

Kopfregion, Augen, Kinn, Maul, Hals: Auch hier hin und wieder mal diverse Reste, gerade am Kopf ist eine Entfernung sehr wichtig!!

Selten sind Häutungsreste z.Bsp am Bauch, logisch, da sich die Schlange mit den Bauchschuppen fortbewegt und diese es als erstes abstreift!


Nun zu dem "Problem": Ich beschreibe mal meine jüngste Aktion mit oben genannten Bock:

Zuerst fische ich die Häutungsfetzen aus dem Gehege und schaue, welche Körperschuppen bereits gelöst wurden (mache mal demnächst Bilder der wichtigen Schuppenteile)! Sehe ich z.Bsp die zwei Augenschuppen (übrigens die einzige durchsichtige Schuppe ;-) sonst wäre die Schlange blind) weiß ich, das ich dort schon mal nicht nachhelfen muss, vorausgesetzt man entfernt immer alle Häutungsreste damit es nicht zu Verwechslungen mit älteren Häutungsresten kommt!

Anschließend packe ich das betroffene Tier in eine entsprechend große und belüftete Box. Vorher kommt dort ein (mit heißem Wasser getränktes) Frotteehandtuch rein, dieses erhöht für kurze Zeit die LF auf annähernd fast 100%! Diese Parameter sollten nur für max eine halbe Stunde bereitgestellt werden!!!

Danach hat sich die alte Haut wieder mit Wasser aufgezogen, nun zieht man die alte Haut vorsichtig mit den Fingernägeln (so mache ich das) ab, am besten so, wie die Schlange sich auch häutet, also von Kopf bis Schwanz, ist dies physikalisch nicht möglich, muss man entgegengesetzt abstreifen! Mit dem Frotteehandtuch ribbele ich vorsichtig die alte Haut auf und ziehe sie mit den Fingern ab! Die Haut sollte sich relativ leicht lösen, zieht sich die neue Haut nach, ist die alte wohl nicht richtig abgelöst, also nochmal einfeuchten, um die neue Haut nicht zu beschädigen oder dem Tier unnötigen Stress oder Schmerzen zuzufügen (eine solche Aktion ist ohnehin stressig)!

Bei "Operationen" am Auge ist besondere Vorsicht geboten: Bloß keine abenteuerlichen Aktionen ausüben wie Augenschild per Klebeband entfernen etc :roll:

Man muss den Anfang des Augenschildes leicht ankratzen / aufhebeln (schwer zu beschreiben), und dann am besten mit einem Fingernagel und Fingerkuppe die Haut vorsichtig abziehen! Dieß muss leicht gehen, wenn es schwer geht sofort loslassen!!!!! Es ist möglich, das das Auge etwas hervorkommt, ist aber i.d.R nicht schlimm, es tritt nach der Ablösung sofort wieder in seine Ursprungsstellung zurück!

Es ist weiterhin sehr wichtig, das das Tier gut fixiert wird, gerade bei Arbeiten am Auge!!!!!

Auch wichtig, ist das Befreien des Maules, z.Bsp die Nasenlöcher! Ich hatte mal einen Kandidaten, der röchelte und schniefte komisch als ich ihm beim Abstreifen helfen wollte. Da erkannte ich, das sich eine alte bereits gelöste Schuppe über das Nasenloch gelegt hatte. Kaum war diese inkl. Kopfrest entfernt, war das Röcheln weg!


Mensch, ich sollte mal ein Dokumentation drehen :mrgreen:

Zu deiner Anmerkung bzgl des Maules: Ich hatte Fälle, da haben meine auch leicht das Maul aufgehabt, nach Lösung der alten Haut was dies vorbei. Ist es dann nicht der Fall, nimm mal einen Holzmundspatel und untersuche die Schleimhäute, Rachen, Kiefer etc ob dort augenscheinlich etwas nicht ok ist!! Ist was faul, dann ab zum TA

Aufgeben solltest du nie, je länger du damit wartest, desto schlechter lässt sich die alte Haut entfernen und das Tier fühlt sich unwohl. Habe auch mal locker ne Stunde verbracht, das Tier geht vor....

Hoffe, ich konnte es Euch mit etwas Phantasie erklären :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: So 05 Feb, 2012 22:35 
Bartagame
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Registriert: Do 14 Aug, 2008 21:10
Beiträge: 165
Wohnort: Kürten
Also krank sieht sie mir nicht aus. Ja sie häutet sich nie in einem Wie du beschrieben hast. Wobei diesmal es wirklich gut war. Ab dem hinteren Kopfbereich hat sie sich in einem gehäutet. Ja ich probier es noch mal. Ja habe aufgehört weil ich schon ne stunde dran war oder so und ich sie nicht zu lange stressen wollte. Sonst muss ich mir mal eine helfende Hand suchen. Vielleicht ist es zu zweit einfacher. Das mit den Wattestäbchnen werde ich auch mal Probieren. Werde es morgen nach der Arbeit versuchen und mich dann melden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Do 16 Feb, 2012 22:42 
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Registriert: Mo 26 Nov, 2007 08:37
Beiträge: 3576
Wohnort: Sinntal
So habe heute Abend mal ein paar Bilder geknipst :wink:

Zu sehen sind zwei vollständige Natternhemden, also eine komplette Häutung! Die Häute stammen von einer Philodryas baroni und Vipera seoanei!

Auch hatte ich heute mal wieder einen Fall, wo ich beim Auge nachhelfen musste. Ich habe ein Feuerzeug zu der Schuppe gelegt, damit man mal sieht, wie das ausschaut (wer's net kennt)!

Auch habe ich an der Baroni-Haut "Spermplugs" entdeckt, also ein Männchen :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Hautreste am Kopf
BeitragVerfasst: Do 16 Feb, 2012 22:59 
Zwergchamäleon
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Registriert: Do 16 Feb, 2012 11:19
Beiträge: 20
Hallo,

ich kann dir nur von meinen Köpis berichten. Es gibt schon mal ein Problem mit der Häutung.
Aber ich habe immer ein sehr guten Ergebnis mit Kamillentee erzieht. Dazu lege ich ein Handtuch (ohne Weichspüler) in einen "Jutesack" dann die Schlange dazu (bitte auf die Temperatur achten!!) und lasse sie an dem "harten" Handtuch den Rest der Haut abstreifen.

Wichtig ist die Temperatur und ohne Weichspüler!!

Sorry an alle erfahrenen Pfleger, aber ich kann nach 10 Jahren sagen es passiert leider immer wieder, und möchte keinem zu nahe treten!!!

LG und einen schönen Abend!!


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