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Hallo liebe Terrarienfreunde, an dieser Stelle möchte ich meine Samtschrecke oder Peru-Stabschrecke (Peruphasma schultei) vorstellen. Ein wenig zur Vorgeschichte: Im Winter 2009/2010 bin ich durch einen Zoohandel gelaufen und bin dabei auf die Samtis gestoßen.Schnell bin ich zurück in mein Wg-Zimmer und habe mich im Internet über diese Art schlau gemacht. Kurz darauf habe ich mir einfach ein Pärchen gekauft und habe aufs Beste gehofft. Zu der Zeit besaß ich allerdings noch kein Terrarium. Ich habe das Paar einfach in eine große Dekovase gesetzt. Dort haben sich die Beiden sogar sehr wohl gefühlt. Fleißig hat das Weibchen die ersten Eier gelegt. In der Zwischenzeit habe ich zusammen mit der Hilfe meines Vaters (Glaser) ein schönes Terra gebaut. 75 x 70 x 26 cm ! Eine Korkwand und eine dicke Schicht Bodensubstrat. Zwei Lampen. Einmal eine Mondscheinlampe und eine Pflanzenlampe aus dem Baumarkt. Die Tierchen haben sich in den letzten knapp Zwei Jahren reichlich vermehrt. Meine Erfahrungen mit Ihnen: Sie fressen im Sommer sehr gerne die Blätter vom Flieder. Im Winter gebe ich Ihnen Liguster. Sie fressen aber auch noch Forsythie, jedoch nicht so gern. Brombeeren und alle anderen Rosengewächse mögen die Samtschrecken nicht! Wasser benötigen sie meiner Meinung nach nicht. Jedoch sprüh ich alle zwei Wochen ein wenig Wasser auf die Blätter. Direkte Benässung mögen sie garnicht! Kein Wunder, denn dadurch kann es zu Problemen bei der Häutung und Schimmelbefall kommen!Was sehr schlecht ist! Im Allgemeinen ist die Luftfeuchtigkeit im Terrarium niedrig zu halten. Außerdem fühlen sich die Tiere bei Zimmertemperatur sehr wohl. Also 20°C - 30°C. Licht mögen sie garnicht. Sie verkriechen sich im Schatten. Im Sommer kein Problem, da mein Terra schattig steht. Im Winter blöd, da ich mit der Pflanzenlampe die nötige Temperatur bringe. Aber Kompromisse gehen auch diese Schreckis ein. Im Allgemeinen ist diese Schreckenart sehr pflege leicht und einfach zu halten. Sie können auch ohne Probleme vergesellschaftet werden. Habe im gleichen Terrarium noch Australische Gespenstschrecken. Zum Schluss noch zur Aufzucht und Lebensdauer. Die Adulten Tiere leben bei mir nicht länger als 3 Monate. Vom Schlupf bis zum Tod vergeht jedoch locker ein halbes Jahr. Die Eier werden vom Weibchen einfach abgeschleudert und liegen im Substrat. Sie sind Stecknadelkopf groß und dunkel. Nach dem Schlupf bis zum Adulten Tier verstecken sich die Nymphen in jeder Spalte und unter jedem Blatt. Sie sind nicht sehr agil. Verharren sogar regungslos, wenn man sie berührt. Was bei den Adulten Tieren sehr schwer ist. Sie merken sogar, ob es die Handinnenfläche ist, oder die Rückhand. Generell mögen sie keine Berührungen und flüchten sogar vor Atemluft. Auch nach dem Zähneputzen! Ach noch etwas. Die "Pfefferschrecke", wie sie auch genannt wird soll "Pfefferspray" verschießen. Naja, stimmt nur teilweise. Ja sie können schon Etwas absondern, es sogar versprühen, aber es nicht ätzend, reitzend und stinkt nicht. Zur Drohgebärde gehört auch das Aufstellen die Flügelstummel.
Nun, falls Jemand noch Fragen hat, ruhig stellen. Nehme auch gern Kaufanfragen entgegen. Muss hier erstmal abbrechen, da mir nicht mehr viel einfällt, was ich noch sagen kann. Bis dahin LG Heuschrecki
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