Habe heute meine 1.1 baronis geholt
Sind NZ 010 und ca 30cm lang! Fressen nestjunge Säuger und sind sehr flink! Die Tiere kommen ursprünglich aus Südamerika, leben halbfeucht arboreal in Hecken und Bäumen! Werdende Gesamtlänge zwischen 140 - 200cm! Gehalten werden die 2 in 100x50x50 für den Anfang!!
Es handelt sich hierbei um Trugnattern/rear fanged (die Tiere besitzen im hinteren -eher mittleren- Bereich des Oberkiefers gefurchte Zähne), welche Giftdrüsen besitzen und das Gift per opistoglyphe Giftzähne in die Beute rein kauen! Die baronis benutzen das Gift aber eher als Verdauungsenzym, die größeren Beutetiere werden wie bei anderen Nattern durch umschlingen überwältigt, zusätzlich kauen sie Gift ein, wahrscheinlich um das Beutetier zu betäuben! Auch wenn das Gift von sog. "Trugnattern" (Begriff ist eigtl veraltet) oft verharmlost wird, hat sich nach neuen Erkenntnissen einige leichte bis schwere Vergiftungserscheinungen bei Menschen gezeigt! Bei baronis sind 2 leichte Vergiftungsfälle bei Haltern bekannt, bei philodryas olfersi ist bereits ein Todesfall aufgetreten, unter den Boigas treten sehr oft Vergiftungen auf und zu den tödlich giftigen Trugnattern (oder giftige Colubridae) zählen z.Bsp die Boomslang, die Vogelnatter sowie die Lianennatter, 2 bekannte Herpetologen wurden tödlich vergiftet! Vorsicht ist also immer angesagt! Selbst bei den viel gehaltenen Heterodon nasicus Arten hat ein "Student" mal eine Heterodon auf seinen Finger kauen lassen, nach wenigen Minuten traten auch da Symptome einer leichten Vergiftung auf!
Nach langen Recherchen bin ich wie viele andere Kollegen auch der Meinung, dass "echte Trugnattern" (welche über Giftdrüsen und geeignete Zähne verfügen) man mittlerweile zu den GIFTSCHLANGEN zählen kann, da das Wort an sich schon die Erklärung bringt!
Bilder folgen noch, muss erst gute Kamera holen, mit Handy sind die zu unscharf!
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